Brunsbüttel - Ort hat wieder eine eigene Schlachterei.

Nachdem Henry Boll endgültig in den Ruhestand gegangen war, war es auch vorbei, den Hersteller einer Wurst am Geschmack erkennen zu können. Um nur einige meiner Favoriten zu nennen - die grobe Leberwurst, die Eierleberwurst und die Grützwurst und die Würstchen. Selbst als ich schon jahrelang in Hamburg wohnte habe ich es mir nicht nehmen lassen frische Wurst und einen kleinen Vorrat von den Würstchen, in Konserve mitzunehmen.

Nachdem das Geschäft einige Jahre leer stand, hat sich jetzt offensichtlich ein junges Paar mit Mut gefunden. Marion und Jens Kollin haben die Schlachterei Boll vorerst gepachtet und im Juli 2007 neu eröffnet.

"Um zu sehen wie der Laden läuft", ist erstmal nur an drei Tagen in der Woche geöffnet. Wenn alles klappt wird die Familie Kollin das Geschäft ohne Einschränkungen betreiben. Und noch eine gute Nachricht - Bereits jetzt wird ein Teil der Wurst nach den Boll`schen Rezepten angefertigt, Nach und nach weist Henry Boll seinen Nachfolger in den Umgang mit seinen Rezepturen ein. Seine Frau Annegret gibt die Zutaten zu den Salaten preis.

Meinen ersten Einkauf habe ich bei meinem heutigen Brunsbüttelbesuch (14.07.07) getätigt. Der Laden war ganz gut besucht und die Atmosphäre ok.

Vermutlich war es die junge Chefin die bedient hat. Mir hat es gefallen - sie hat die Sache gut im Griff und ist locker drauf. Während ich im Laden stand kamen so einige Erinnerungen auf . Mir gefällt wenn, trotz allem Streß, noch Zeit für einen kleinen Klönschnack ist.

Unfreundliche Bedienungen und unpersönliches Verhalten des Personals gibt es in großen Geschäften genug! Freundlichkeit kostet nichts und ist wie ein Bumerang – sie kommt zurück.

Ich wünsche der Familie Kollin viel Glück und hoffe, daß ich meine Wurst zumindest ab und zu wieder im Ort kaufen kann.

1897 gründete Gustav Boll die Schlachterei in der Norderstraße 15.

Rechts ein Bild der Schlachterei, es wurde als Vorlage für eine der ersten Werbeanzeigen genutzt.

Gustav Boll steht in der Mitte des Bildes, mit Axt, genau vor der Tür.

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rechts im Bild die entsprechende Werbung zum Bild
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links die Werbung der Fleischerei zum Sängerfest 1913
rechts folgt Werbung aus (vermutlich) den 60er Jahren
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rechts die Boll- Würstchen in Konserve
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rechts die aktuelle Werbung nach Übernahme der Schlachterei durch

Jens Kollin

007 / die Schlachterei
Vergangene Woche (28.09.07) hatte ich die Gelegenheit einige Worte mit der "neuen Chefin" zu wechseln.

Einem Fototermin steht nichts entgegen.

20.10.2007 - es hat geklappt. Freundliche Begrüßung durch die Chefin und dann ein Rundgang mit Jens, ihrem Mann.
008 / der Kühlraum
009 /  nach der Belieferung mit einem halben Schwein
010 / die Brühkessel
011 /  hinten rechts die Räucherkammer
012 / vorne links der Fleischwolf, dahinter der Cutter (wenn ich es richtig verstanden habe)
013 / die Schlachtbank? Auf jeden Fall wird hier das Fleisch zerlegt.
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016 / das Gewürzlager
017 / hier werden die Messer gewetzt
018 / die Räucherkammer
019 / Kühlraum
020 /  in rot der Dosenverschließer für die Würstchen, Mikrowelle? und rechts das Vakuumschweißgerät
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023 / rechts "die Chefin" wie Jens immer sagt und links der gute Geist im Hintergrund
024 /  Jens bereitet frisches Mischhack zu
025 / Jens bereitet frisches Mischhack zu
026 / das Mett wird durch den Wolf gedreht
027 / das Mett wird durch den Wolf gedreht
021 / das muß man nicht erklären
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024 / Marion hinter der Wursttheke
Vermutlich waren es nicht die letzten Bilder aus der ehemaligen Schlachterei Boll.
Jens hat mich eingeladen, ihm einmal bei der Produktion über die Schulter zu schauen.
Wenn meine Zeit es zuläßt, werde ich mir diese Einladung sicher nicht entgehen lassen.
Die Kollins erfüllen auch gerne Sonderwünsche - telefonische Bestellung unter 04852-318369